Naima - DHBD 2
Naima  - DHBD 2

Willkommen

Einmal rund Westeuropa ?

Vor vielen Jahren hat uns das Reisefieber gepackt. Einmal um die Welt ? Das erschien uns dann doch eine Nummer zu groß für uns und unsere "Naima". Also wuchs während einer Reise in die Türkei der Wunsch in Regina und mir: " Hier müsste man mit dem eigenen Schiff segeln". Mein Arbeitgeber ermöglichte mir eine Altersteilzeit-Regelung, so dass wir schon längere Zeit mit "kleinem" Einkommen leben müssen. Über die fünf aktiven Berufsjahre wurde das Schiff langfahrttauglich gemacht, -neue Maschine, neues Teackdeck, frisches Unterwasserschiff, Segel, Bimini, Windgenerator, Solarzellen, Bordtoilette, Außendusche, Badeplattform, LED-Beleuchtung, Funkgerät, AIS, Plotter, Wetterschreiber, Epirb, Rettungsinsel, Ankerkette, Seekarten usw. wurden angeschafft bzw. neu eingebaut. Jetzt scheint alles klar zu sein. Regina hat einfach ihren Job als Tagesmutter an den Nagel gehängt und so haben wir jetzt die Zeit um länger an Bord zu sein.

 

Bloß wie kommt man dahin?

Die Segelei über die Nordsee und den Atlantik ins Mittelmeer ist anstrengend und viel gegen die herrschenden Winde. Also warum nicht anders herum? Der Weg durch Frankreich über die Kanäle ist uns versperrt, da Naima 1,85 m ins Wasser reicht und die Franzosen nicht tief genug gebaggert haben. Schade! Alternative? Die Donau bis ins Schwarze Meer.

 

Von Berlin ins Schwarze Meer?

Das bedeutet für uns, von Berlin mit gelegtem Mast unter Maschine die Havel abwärts, durch den Mittellandkanal, den Dortmund-Ems-Kanal, den Rhein, den Main, den Main-Donau-Kanal, in die Donau und dann rund 2000 km mit der Donau bis ins Schwarze Meer. Durch 8 Staaten mit vielen interessanten Orten. Also dann los!

 

Wer ist wir?

Wir das sind Regina und der Autor des Artikels, Michael Seiffert, mit der Naima, einer Granada 35 sowie Christiane und Hubert Burbach mit der Tara, einer Moody 34, die sich entschlossen haben mit uns einen Teil das Abenteuers zu teilen. Im Jahr 2016 haben sich unsere Wege getrennt, da die Tara im Norden Griechenlands verweilen wollte, wir jedoch weiter nach Süden streben.

Wir werden über unsere Erlebnisse regelmäßig berichten. Diese Berichte können auf unserer Homepage mit dem angeschlossenem Blog unter www.blog.naima-berlin.de nachgelesen werden. Dort versuchen wir aktuell zu berichten und Bilder einzustellen. Da die Naima ein aktives AIS an Bord hat, können wir auch ständig über die App "Marine Traffic" geortet werden. Vielleicht sind ja mal Kameraden in unserer Nähe und möchten mit uns an Bord anstoßen? Die Möglichkeit besteht!

 

Was haben wir bisher gesehen?

Unser Ziel des ersten Jahres hieß Nord-Griechenland. Dort haben wir unsere Schiffe zum Winter eingelagert. Im Jahr 2016 sind wir durch die nördl. Sporaden, hinter der Insel Euböa in die Kykladen und dann zurück bis in die Nähe von Piräus auf die Insel Aegina gesegelt, um Naima dort über den Winter an Land zu stellen. Im Jahr 2017 haben wir die Inseln im Saronischen Golf besucht, die Straße von Korinth passiert um anschließend durch den Golf von Korinth und Patras, nach einem Besuch diverser griechischen Inseln und Buchten, wie Zakynthos, Kefalonia, Lefkas und Korfu weiter Richtung Norden zu segeln. Wir passierten Albanien und liefen dort nur die Bucht von Vlores an. Montenegro war mit seinen Häfen Bar und Kotor sehr sehenswert. Kroatien besuchten wir, mit seinen alten Städten wie Dubrovnik, Split und Trogir. Entlang der kroatischen Küste segelten wir nach Norden, um über Slovenien nach Nord - Italien zu kommen. Dort sind wir im August in der Marina Nautec Mare in Monfalcone gelandet. Naima verbringt dort den Winter.

 

Was erwartet uns in der Segelsaison 2018?

Nach drei sehr schönen Segelsommern im Mittelmeer haben wir nun beschlossen Naima wieder nach Deutschland zu holen. Der Weg über den Atlantik ist uns zu teuer, aufwendig und anstrengend. Die Hafengebühren in Teilen Italiens, Frankreichs und Spaniens schrecken uns ab. Hier werden z.T. Hafengebühren fällig, die für unser kleines Boot über 100,00 €/Tag liegen. Die afrikanische Küste entlang zu segeln, ist in der gegenwärtigen politischen Situation auch keine Alternative. Wir haben daher beschlossen, in diesem Jahr noch einmal eine Runde durch die Adria zu drehen. Wir werden Ende April an Bord gehen, die letzten Arbeiten ausführen, um Naima dann zu Wasser zu bringen. Da noch ein Termin in Deutschland am 13. Mai wartet, können wir erst hinterher ablegen. Entlang der kroatischen Küste werden wir Richtung Süden segeln, um uns anschließend an der italienischen Adriaküste wieder nach Norden zu hangeln. Ende Juli wollen wir Naima von Koper mit einem Tieflader nach Kehlheim in Deutschland bringen lassen. Von dort werden wir dann wieder selbst den Weg nach Berlin schippern. Auch in 2018 werden wir wieder viel erleben.

 

Bis dahin lasst uns das Abenteuer genießen!

 

Micki (Michael Seiffert)

 

 

Aktuelles

Naima hat den Winter an Land in Monfalcone verbracht. Nach den Vorarbeiten an Naima im März starten wir am 24. April mit dem Auto von Zuhause. Dann stehen abschließende Arbeiten, wie z.B. Polieren an. Am 30. April soll Naima zeigen, dass sie noch schwimmen kann, damit am 2. Mai ein Segelmacher aus Mailand einen Rollbaum und ein neues Großsegel installieren kann. Nach einem Termin in Bayern kommen wir dann am 15. Mai endlich los. Wir werden dann eine Runde in der Adria starten. Herunter bis Split und zurück an der ital. Küste. Na dann los! Es warten wieder viele Erlebnisse, die alle im Blog verfolgt werden können. Viel Spaß dabei!

 

 

 

Ganz aktuell wie immer im Blog !

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© Andreas Seiffert